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TippAuf den Rundenseiten steht, wo es unterwegs Trinkwasser gibt.
Betreuerin kniet zwischen vielen kleinen Hunden
Foto: „Small dog group“, Canine To Five, CC BY 2.0, Wikimedia Commons, zugeschnitten

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Tagesbetreuung für Hunde: welche Form zu dir und deinem Hund passt

4 Min. Lesezeit · Stand 26.10.2026 · Darstellung mit Quellen, keine tierärztliche Beratung

Tagesbetreuung für Hunde heißt, dass jemand anderes deinen Hund tagsüber versorgt, während du arbeitest oder unterwegs bist. Das kann eine Hundetagesstätte sein, ein gewerblicher Hundesitter oder ein Mensch aus der Nachbarschaft, der deinen Hund gut kennt. Welche Form passt, hängt vor allem von deinem Hund ab und davon, wie oft du Hilfe brauchst.

Drei Formen der Tagesbetreuung für Hunde

Für junge Hunde gelten eigene Bedürfnisse. Was du bei Welpen beachtest, liest du im Beitrag zum Hundekindergarten.

Was das Gesetz von jedem Betreuer verlangt

Die Pflichten aus § 2 Tierschutzgesetz gelten nicht nur für dich als Halterin oder Halter, sondern für jeden, der ein Tier betreut oder zu betreuen hat. Wer deinen Hund tagsüber nimmt, muss ihn also angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen und braucht die Kenntnisse, die dafür nötig sind. Das gilt für die Nachbarin genauso wie für die Huta.

Die Tierschutz-Hundeverordnung wird konkreter. Sie verlangt, dass ein Hund mehrmals täglich ausreichend lange Umgang mit seiner Betreuungsperson hat, dass er jederzeit Wasser bekommt und dass sein Bereich sauber bleibt. Gerade bei langen Arbeitstagen lohnt es sich, gemeinsam durchzugehen, wann dein Hund raus kommt und wie lange er allein bleibt.

Gewerblich oder privat: wann eine Erlaubnis nötig ist

Eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz braucht, wer Hunde gewerbsmäßig hält. Das Landratsamt Aichach-Friedberg zählt Hundepensionen und Hundetagesstätten ausdrücklich dazu. Gewerbsmäßig handelt nach den Merkblättern der Veterinärämter, wer selbständig, planmäßig, fortgesetzt und mit der Absicht arbeitet, Gewinn zu erzielen. Ein angemeldetes Gewerbe muss dafür nicht vorliegen.

Ob eine bestimmte private Betreuung unter diese Merkmale fällt, beurteilt im Einzelfall das Veterinäramt vor Ort. Verbindlich ist der Gesetzestext. Für dich als Halterin heißt das praktisch: Bei gewerblichen Angeboten darfst du nach dem Erlaubnisbescheid fragen.

Wer haftet, wenn in der Betreuung etwas passiert

Verletzt dein Hund jemanden oder beschädigt er etwas, haftet nach § 833 BGB die Person, die ihn hält. Daneben ist nach § 834 BGB auch verantwortlich, wer die Aufsicht durch Vertrag übernommen hat, außer er hat die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet oder der Schaden wäre auch so entstanden. Sind beide verantwortlich, haften sie nach § 840 Abs. 1 BGB gemeinsam. Sprecht deshalb vorher offen darüber, wer welche Versicherung hat und was im Schadensfall passiert. Das ist keine Misstrauensfrage, sondern erspart euch später Streit.

So findest du die passende Tagesbetreuung

Vereinbare einen Probetag, bevor du dich festlegst, und gib alles mit, was die Betreuung wissen muss: Futter und Fütterungszeiten, Telefonnummer deiner Tierarztpraxis, wie dein Hund auf andere Hunde reagiert und wo er gern ausreißt. Danach siehst du an deinem Hund, ob es gepasst hat.

Auf Rudelrunde bieten unter Hundesitter Menschen aus deiner Nähe Gassigehen und Tagesbetreuung an. Ob ein Angebot privat oder gewerblich ist, steht dort nach Angabe des Anbieters. Rudelrunde prüft weder diese Angabe noch eine Erlaubnis, frag deshalb selbst nach dem Bescheid.

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Häufige Fragen

Was kostet Tagesbetreuung für einen Hund?

Das legt jeder Anbieter selbst fest. Frag nach dem Preis für einen ganzen und einen halben Tag, nach Abos und danach, was bei Krankheit oder Absage gilt.

Darf mein Nachbar meinen Hund tagsüber betreuen?

Ja, private Betreuung ist möglich. Auch er muss deinen Hund nach § 2 Tierschutzgesetz angemessen versorgen, eine Erlaubnis nach § 11 knüpft an gewerbsmäßiges Handeln an.

Welche Tagesbetreuung passt zu einem Welpen?

Welpen bis zum Alter von zwanzig Wochen brauchen laut Tierschutz-Hundeverordnung mindestens vier Stunden täglich Umgang mit einer Betreuungsperson. Frag deshalb genau, wie viel Zeit sich jemand für deinen Welpen nimmt.

Wer haftet, wenn mein Hund in der Betreuung jemanden beißt?

Nach § 833 BGB haftet die Person, die den Hund hält, und nach § 834 BGB kann auch verantwortlich sein, wer die Aufsicht vertraglich übernommen hat. Sind beide verantwortlich, haften sie nach § 840 Abs. 1 BGB gemeinsam, deshalb klärt die Versicherungsfrage vorher.

Quellen

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