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TippAuf den Rundenseiten steht, wo es unterwegs Trinkwasser gibt.
Hund steht im sonnigen Innenraum eines Restaurants
Foto: „DogCafe“, CafeUploader, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons, zugeschnitten

Unterwegs und im Urlaub

Hund im Restaurant: wer entscheidet und wie der Abend entspannt bleibt

5 Min. Lesezeit · Stand 27.10.2026 · Darstellung mit Quellen, keine Rechts- oder tierärztliche Beratung

Ob dein Hund mit ins Restaurant darf, bestimmt in der Regel das Lokal selbst, denn nach dem Bundesgerichtshof kann der Inhaber des Hausrechts frei entscheiden, wem er Zutritt gewährt. Gesetzlich geregelt ist vor allem, dass Haustiere nicht in Küche und Lager gehören. Frag deshalb vorher nach und bring eine Decke und Wasser mit.

Ist ein Hund im Restaurant erlaubt, und wer entscheidet das?

Ob ein Hund im Restaurant erlaubt ist, entscheidet in der Regel das Lokal. Das Hausrecht beruht nach dem Bundesgerichtshof auf Eigentum oder Besitz an den Räumen. Wer es hat, kann in der Regel frei entscheiden, wem er den Zutritt gestattet, und das gilt für Unternehmen ebenso wie für Privatleute. Ein Schild an der Tür oder die Auskunft am Telefon ist deshalb das, worauf du dich verlassen kannst.

Frag am besten schon bei der Reservierung, ob dein Hund mitkommen darf, und sag dazu, wie groß er ist. Frag auch, ob für Innenraum, Terrasse und Biergarten dasselbe gilt. So sucht dir das Team einen Tisch aus, an dem dein Hund Platz hat und niemand über ihn stolpert.

Darf dein Hund im Restaurant in die Küche?

In die Küche darf dein Hund im Restaurant nicht, und das ist der Teil, der klar geregelt ist. Nach Anhang II Kapitel IX Nr. 4 der EU-Verordnung über Lebensmittelhygiene müssen Betriebe geeignete Verfahren vorsehen, damit Haustiere keinen Zugang zu Räumen haben, in denen Lebensmittel zubereitet, behandelt oder gelagert werden. Ausnahmen kann nur die zuständige Behörde in Sonderfällen zulassen.

Für dich heißt das, dein Hund bleibt bei dir am Tisch. Wandert er neugierig Richtung Küchentür, weil es von dort so gut riecht, holst du ihn zurück. Eine kurze Leine unter dem Stuhl verhindert, dass er sich selbstständig auf den Weg macht.

Assistenzhunde dürfen in der Regel mit

Für Assistenzhunde gibt es eine eigene Regel. Nach § 12e Abs. 1 des Behindertengleichstellungsgesetzes dürfen Betreiber von Einrichtungen, die typischerweise für die Allgemeinheit offen sind, Menschen mit Behinderung den Zutritt nicht wegen ihres Assistenzhundes verweigern. Eine Ausnahme gilt nur, wenn das eine unverhältnismäßige oder unbillige Belastung wäre.

Gemeint sind speziell ausgebildete Hunde im Sinne von § 12e Abs. 3, zum Beispiel zertifizierte Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaften. Der Hund muss als Assistenzhund gekennzeichnet sein. Für einen Familienhund ohne diese Ausbildung gilt die Regel nicht.

So kannst du deinen Hund im Restaurant ruhig halten

Um deinen Hund im Restaurant ruhig zu halten, fängst du am besten schon vor dem Essen an. Ein paar Dinge helfen fast jedem Hund, sich am Tisch hinzulegen.

Wer zahlt, wenn dein Hund im Restaurant etwas beschädigt?

Zerrt dein Hund im Restaurant an einer Tischdecke oder schnappt nach jemandem, der vorbeigeht, haftest du als Halterin oder Halter. Nach § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuchs muss, wer das Tier hält, den Schaden ersetzen, wenn durch das Tier ein Mensch verletzt oder eine Sache beschädigt wird. Bleib in so einem Moment ruhig, kümmere dich um die betroffene Person und tauscht eure Kontaktdaten aus.

Ob dein Hund für einen Abend im Lokal schon bereit ist, merkst du an kleinen Schritten, etwa einem kurzen Kaffee draußen. Wie du deinen Hund behutsam an neue Orte gewöhnst, liest du im Ratgeber Hund sozialisieren.

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Häufige Fragen

Darf ein Hund in ein Restaurant?

Wenn das Lokal es erlaubt, ja. Wer das Hausrecht hat, kann nach dem Bundesgerichtshof in der Regel frei entscheiden, wem er Zutritt gewährt. Für Assistenzhunde gilt die Sonderregel in § 12e des Behindertengleichstellungsgesetzes.

Darf ich meinem Hund im Restaurant etwas vom Teller geben?

Besser nicht. Die Bundestierärztekammer warnt vor fettem, gewürztem Fleisch, Geflügelknochen und Schokolade.

Was droht, wenn ein Hund nicht angemeldet ist?

Das regelt deine Gemeinde auf Grundlage des Landesrechts, die folgenden Angaben gelten für Passau. Wer dort einen Hund vorsätzlich oder leichtfertig nicht oder nicht rechtzeitig anmeldet, handelt nach § 12 der Hundesteuersatzung ordnungswidrig, und nach Art. 16 Nr. 2 des Bayerischen Kommunalabgabengesetzes ist eine Geldbuße bis zu 5.000 Euro möglich, wenn das eine Verkürzung der Steuer ermöglicht. Wird tatsächlich Steuer verkürzt, kann bei Leichtfertigkeit Art. 15 mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro greifen, sonst Art. 14 als Straftat. Verbindlich ist der Gesetzestext.

Muss mein Hund im Biergarten eine Hundemarke tragen?

Das legt die Hundesteuersatzung deiner Gemeinde fest. In Passau darf ein Hund außerhalb der Wohnung oder des umfriedeten Grundstücks nach § 11 der Satzung nur mit sichtbar befestigtem, gültigem Hundesteuerzeichen unterwegs sein.

Quellen

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Bildnachweise